Ecstasy of the Virtues
Mit "Ecstasy of the Virtues" hat die Künstlerin und Komponistin Nwando Ebizie eine außergewöhnliche Musiktheaterproduktion geschaffen, die Oper, Ritual, Performance, Bewegung und partizipative Elemente miteinander verbindet. Inspiriert von Hildegard von Bingens mittelalterlichem Mysterienspiel "Ordo Virtutum" interpretiert Ebizie den Stoff neu und lädt das Publikum zu einer sinnlichen Reise ein, die Themen wie Gemeinschaft, Transformation und Selbstfindung in den Mittelpunkt stellt.
Dabei verschmelzen Gesang, Instrumentalmusik, elektronische Klänge, Tanz, Licht, Düfte und theatrale Gebärdensprache zu einem immersiven Gesamterlebnis. Besonders bemerkenswert ist der konsequente Fokus auf Zugänglichkeit: Elemente wie integrierte Gebärdensprache, kreative Übertitel und eine inklusive Aufführungspraxis sind nicht Ergänzungen, sondern ein zentraler Bestandteil des künstlerischen Konzepts.
Anfang Oktober war die Produktion in England, unter anderem in London und Leeds, zu erleben und zeigte eindrucksvoll, wie zeitgenössische Oper traditionelle Formen erweitern und neue Wege der Begegnung zwischen Publikum und Kunst schaffen kann. Statt nur eine Geschichte zu erzählen, eröffnet "Ecstasy of the Virtues" einen gemeinsamen Erfahrungsraum, der lange nach dem Schlussakkord nachwirkt.






















